Hier sind alle Einträge, die du unter der Kategorie „Musikwissenschaftliches“ erstellt hast:
Statistische jährliche Erhebungen zeigen den Anteil von Frauen in der zeitgenössischen Musikszene auf. Im Jahr 2014 erstellte das Archiv Frau und Musik erstmals eine Statistik, indem es die Webseiten der großen Hochschulen und Kompositionsinstitute nach folgenden Zahlen, Daten und Fakten auswertete und veröffentlichte:1
Anteil von Werken von Komponistinnen in den Programmen deutscher Festivals für Neue Musik (ausgewertet wurden insgesamt 22 Festivals mit total 1.768 einzelnen Aufführungen):
2010 2011 2012 2013
10 % 12 % 13 % 12 %
Anteil von Werken von Komponistinnen in den Programmen der Initiative Neue Musik Berlin (ausgewertet wurden insgesamt 2.872 einzelne Aufführungen):
2011 2012
15 % 12 %
Anteil weiblicher Studierender im Fach Komposition an deutschen Musikhochschulen:
2010: 1.384 Studierende (29 %)2
Anteil Frauen unter den Mitgliedern der Sektion Musik der Akademie der Künste, Berlin:
2013: 9 Mitglieder (15 %)3
Anteil der weiblichen Mitglieder der GEMA 2013:
Gesamt: 8.881 (14 %)
Angeschlossene Mitglieder: 7.889 (15 %)
Außerordentliche Mitglieder: 790 (13 %)
Ordentliche Mitglieder: 202 (7 %)4
Anteil der Professorinnen im Hauptfach Komposition in Deutschland (auch Teildeputate) 2014: 8 % (4 Professorinnen)5
Jedes Jahr erstellt Bachtrack aufgrund ihres Daseins als einer der bedeutendsten Event-Finder weltweit Statistiken zu den bei sich eingetragenen Konzerten und Veranstaltungen im Klassikbereich. Marin Alsop war im Jahr 2013 die einzige Frau, die es in die Top 100 der bedeutendsten DirigentInnen geschafft hat – auf den 100. Platz. Aber: sie war auch die erste Dirigentin der Welt, die 2013 die Last Night of the Proms eröffnet und als Eröffnungswerk eine Komposition einer Frau gespielt hat. Unter den 100 meistaufgeführten Komponisten im Jahr 2013 war keine einzige Frau. Clara Schumann befand sich weit abgeschlagen auf Platz 182, Judith Bingham auf Platz 202, Männer wie Arvo Pärt oder John Williams befanden sich hingegen unter den besten 100. Unter den 100 meistaufgeführten Werken befand sich ebenfalls kein einziges Werk einer Frau.6 Die aktuellen Zahlen für das Jahr 2022 finden Sie direkt bei Bachtrack.
In Deutschland existierten im Jahr 2015 rund 170 professionelle große Orchester – nur ein einziges wurde in dieser Zeit von einer Frau geleitet: von Kristiina Poska, Komische Oper Berlin.7
Zum 8. März 2021 veröffentlichte musica femina münchen in Kooperation mit dem Archiv Frau und Musik eine weitere Studie (erarbeitet von Bundespräsident-Stipendiatin Melissa Panlasigui) zu den dann rund 130 professionellen deutschen Orchestern: Der Anteil von Komponistinnen am Programm der Saison 2019/2020 betrug weniger als 2 %. Eine Studie der Stiftung Donne – Women in Music untersuchte Orchester international auf Werke von Frauen und kam für die Saison 2020/2021 auf 7,7 %.
Interessiert man sich näher für den Komponistinnenanteil bei heimischen Konzertveranstaltern, so wird man – wenn man die Probe aufs Exempel macht und seine Tageszeitung auf Werke von Komponistinnen durchsucht – auch hier nur in Ausnahmefällen fündig. Und solange höchst renommierte Rundfunkanstalten Komponistinnen in Sendungen noch als „seltene Spezies“ bezeichnen, scheint der Weg hin zu Gleichberechtigung noch weit zu sein.
Wir beschreiten diesen Weg konsequent. Unterstützen Sie uns dabei.
Einzelnachweise
1 Archiv Frau und Musik/Internationaler Arbeitskreis Frau und Musik e.V. (Hg.): 50:50? Noch längst nicht überall!, in: VivaVoce 99 (Winter), Frankfurt a. M. 2014, S. 43.
2 Deutsches Bundesamt für Statistik.
3 Webseite der AdK.
4 GEMA.
5 Ausgewertet wurden die Webseiten der Musikhochschulen.
6 https://bachtrack.com/de_DE/2013-stats?destination=%252F (Stand: 08.12.2015).
7 3sat Kulturzeit, Sendung vom 19. Juni 2015.
Das Archiv Frau und Musik Frankfurt/Main und musica femina münchen veröffentlichten im März 2021 einen Bericht über Frauen in exponierten Positionen in deutschen Berufsorchestern
Das Archiv Frau und Musik und musica femina münchen haben einen gemeinsamen Bericht veröffentlicht, der die Diskrepanz zwischen männlicher und weiblicher Repräsentation in deutschen Berufsorchestern weiter verdeutlicht, verfasst von Bundeskanzler-Stipendiatin Melissa Panlasigui.
Die Studie untersuchte den Gender Gap in Berufsorchestern sowohl in den Führungspositionen als auch im Konzertgeschehen, indem Personal- und Konzertdaten der Saison 2019/2020 gesammelt und ausgewertet wurden. In den Führungspositionen des/der Generalmusikdirektors/Generalmusikdirektorin und der Intendant*innen lag der Frauenanteil bei 8 % – eine Zahl, die weit unter dem deutschen Bundesniveau von 27 % Frauen in Führungspositionen laut Bundesagentur für Arbeit (2019) liegt.
Es wurden die Daten von 120 Orchestern mit über 2000 Konzerten und mehr als 6800 Aufführungen von einzelnen Werken analysiert, um Statistiken über die Repräsentanz von Frauen als Komponistinnen und Dirigentinnen zu gewinnen. Bei den Abonnementreihen wurden in weniger als 2 % der Programme Werke von Komponistinnen aufgeführt. Der Anteil von Komponistinnen bei der Programmgestaltung zeitgenössischer Musikserien betrug jedoch 13 %. Dieser Unterschied ist erklärbar u. a. durch die relativ höhere Repräsentanz von Frauen unter lebenden Komponist*innen sowie durch den hohen Anteil von Aufführungsminuten in Abonnement-Konzerten, die Werken aus Epochen gewidmet sind, in denen Frauen von der Kompositionspraxis systematisch ausgeschlossen waren.
Der Frauenanteil auf dem Dirigierpult in Abonnementreihen beträgt 7 %. Dieser Anteil ist zwar im Steigen begriffen, gibt aber dennoch Anlass zur Sorge. Der Anteil der Frauen, die als Dirigentinnen bei Berufsorchestern engagiert sind, ist im Vergleich zum Anteil der Frauen, die dieses Fach studieren gering, wie aus einer Statistik des Deutsches Musikinformationszentrums aus dem Jahr 2019 hervorgeht. Diese Diskrepanz ist ein Indiz für die nach wie vor bestehenden Barrieren bzgl. der Professionalisierung von Frauen im Bereich des Dirigierens, zumindest im Kontext des Berufsorchesters.
Der breite Überblick über Frauen in Positionen mit hoher Sichtbarkeit in deutschen Berufsorchestern, den der Bericht liefert, kann als Informationsgrundlage für die Umsetzung systemischer Bemühungen dienen, zum einen um die historischen Ungerechtigkeiten zu korrigieren, die sich immer noch in Berufsorchestern manifestieren, zum anderen um als Maßstab für die Messung ihrer Wirksamkeit zu dienen. Eine anschließende intersektionale Forschungsstudie (Projekt-Unterseite bei musica femina münchen) ist in Arbeit, um die Inklusion in Berufsorchestern im Hinblick auf die vielfältigen Aspekte der Identität neben dem Geschlecht zu untersuchen.
Sie können den vollständigen Bericht zu dieser Studie HIER lesen.
Immer wieder erhalten wir Anfragen zu Statistiken bzw. zur Gschlechterverteilung im Musikbetrieb generell. Daher finden Sie hier einen Überblick über einige gesammelte Statistiken der letzten Jahre für Vergleiche (kein Anspruch auf Vollständigkeit!), die wir immer wieder ergänzen:
- Frauen in Kultur und Medien. Ein Überblick über aktuelle Tendenzen, Entwicklungen und Lösungsvorschläge (Deutscher Kulturrat 2016)
- Analyses of Orchestra Seasons – List & Discussion (Zeitraum 2016–2024, von Tall Coleman)
- Frauenanteil Berufsorchester | Studie zur Saison 2019/2020 in Deutschland (musica femina münchen/Archiv Frau und Musik)
- Genderverteilung der Lehrenden in den Fächern Komposition, Elektroakustische Komposition und Musiktheorie an deutschen Hochschulen (GRID 2020)
- Equality & Diversity in Concert Halls | 100 Orchestras worldwide | Composers included in the 2020-2021 season (Donne – Women in Music 2021)
- Equality & Diversity in Global Repertoire (Donne – Women in Music 2022)
- musicwomen*germany facts & figures 2022
- Bachtrack-Statistiken 2022
- Bachtrack-Statistiken 2023 (erscheinen jedes Jahr! Bitte schauen Sie für Vergleiche auch die noch älteren Statistiken an)
- Statistiken des Musikinformationszentrums allgemein (miz)
- Statistiken des Deutschen Musikrats allgemein
- Recherchesammlung 2024 (Archiv Frau und Musik)
- HenselPushers (kostenlose Fanny-Hensel-Datenbank von Molly McCann)
Lesen Sie dazu bitte auch
- „Komponistinnen waren inakzeptabel“. Wie Frauen klassische Musik revolutionieren (Vice, 15. Dezember 2016)
- Spartenbericht Musik 2016 (Statistisches Bundesamt 2017)
- Die klassische Musik hat ein Sexismusproblem (Süddeutsche Zeitung, 11. Januar 2017)
- Das Klassik-Jahr 2019 in Zahlen (ORF, 21. Februar 2020)
- Die Klassik wird (ein bisschen) weiblicher und jünger (SRF, 11. Januar 2023)
- Frauen in der Klassik – es tut sich was (BR, 7. März 2024)
- Neue Statistiken zu Frauen in der klassischen Musik (Evangelische Zeitung, 9. Januar 2024)
- Nur 14 Frauen unter den 100 meistbeschäftigten Dirigenten (Kölner Stadt-Anzeiger, 9. Januar 2024)
- Klassische Musik bleibt Männerdomäne (WDR, 9. Januar 2024)
- „2,930 musical examples in the 7 most-used undergraduate music theory textbooks in the U.S.: 1.67 % are by BIPoC composers, 2.15 % are by women“ (Expanding the Music Theory Canon)
- Jahresstatisik von Female Classics zu 2025/2026 in Schweizer Orchestern (Stand: Februar 2026)
Hier sind alle Einträge, die du unter der Kategorie „Publikationen und Leseempfehlungen“ erstellt hast:
- Video-Porträts historischer Komponistinnen, Projekt von Donne – Women in Music
- Video-Porträts und Interviews mit zeitgenössischen Komponistinnen, Projekt von Donne – Women in Musi
- YouTube-Channel Archiv Frau und Musik
- Videoporträts von Wegbereiterinnen des Archiv Frau und Musik und der Frauenmusikbewegung (Gloria Coates, Barbara Heller, Annette Schlünz, Dr. Birgit Kiupel, Prof. h. c. Siegrid Ernst, Renate Matthei, Prof. Dr. Eva Rieger und Prof. Dr. Vivienne Olive)
- Mademoiselle (1977) über Nadia Boulanger
- Unterwegs in der Musik – die Komponistin Barbara Heller (2016)
- Komponistinnen (2018) über die Komponistinnen Emilie Mayer, Lili Boulanger, Fanny Hensel und Mél Bonis
- Marianna von Martines – Die vergessene Komponistin (2019)
- Dora – Flucht in die Musik (2023), Doku über die kroatische Komponistin Dora Pejačević (hier auf Englisch | hier auf Spanisch)
- Die geniale Schwester: Fanny Hensel, geb. Mendelssohn (NDR/arte 2022) auf Französisch hier auf YouTube
- The Girls in the Band (2011) – ergreifende Doku über die „vergessenen“ Frauen in historischen Big Bands und Jazzbands
- Rock Chicks (2023) – würdigt die Verdienste von Musikerinnen und Komponistinnen im Rock’n’Roll
- Die Dirigentin (2018) – über die Dirigentin Antonia Brico (1902–1989)
- Tár (2022) – über die fiktive Dirigentin Lydia Tár zum Thema Machtmissbrauch
- Chavela (2017) – Doku über die mexikanische Sängerin Chavela Vargas in Männerdomäne (hier nur 15 Minuten, Original-Doku 1,5 Stunden lang)
- Komponistin und Dirigentin (2018) – ARD-Doku über Konstanzia Gourzi
- Wie wird man Dirigentin? (2024) – arte-Doku mit/über Alondra de la Parra, Marie Jacquot und Leslie Suganandarajah
- Hildegard von Bingen und die Macht der Frauen (2019) – ARD-Doku
- Vision – aus dem Leben der Hildegard von Bingen (2009) – Kinofilm mit Barbara Sukowa
- Unsung Heroines (2018) – Danielle de Niese on the Lost World of Female Composers (BBC)
- Women Composers for the Guitar (2021) – von und mit Annette Kruisbrink
- Sisters with Transistors (2020) – Doku über Elektronik-Komponistinnen
- Kein Zickenfox (2014) – Doku über das größte Frauenblasorchester der Welt
- Women Who Score (2017) – Nominated for a Hollywood Music in Media Award (HMMA) for Best Music Documentary, WOMEN WHO SCORE celebrates women composers changing the score in Hollywood.
- Mozart’s Sister (2024) – vorerst Trailer (Mai 2024)
- Gloria! (2024) – über ein Waisenmädchen um 1800 in Venedig, das das Komponieren für sich entdeckt
- Das kulturelle Europa der Pauline Viardot. Von Paris bis St. Petersburg (2024)
- Klänge sehen, Farben hören (2024) – ein Dokufilm von Anne Baisch und Monika B. Beyer über Siegrid Ernst (1929–2022)
- Bach – ein Weihnachtswunder (2024) – zur (fiktiven) Entstehung des Weihnachtsoratorium und besonders auch zu den Leistungen von Anna Magdalena Bach (Verena Altenberger). Musik von Martina Eisenreich. Beratung Verena Altenberger durch Susanne Wosnitzka
- Joana Mallwitz – Dirigentin: Der Weg nach Berlin (2025)
- Einfach machen! She-Punks von 1977 bis heute (2024)
- Komponistinnen in Venedig (Konzertmitschnitt 2025, arte)
- à Fanny H. – Doku zur Lenzburger Komponistin Fanny Hünerwadel (2025)
- Eva Rieger: Frau, Musik und Männerherrschaft. Zum Ausschluß der Frau aus der deutschen Musikpädagogik, Musikwissenschaft und Musikausübung. Berlin 1981, 2. Aufl. Kassel 1988. Dieses Buch behandelte erstmal den Gap in der Musikgeschichtsschreibung.
- Danielle Roster: Die großen Komponistinnen. Lebensberichte. Frankfurt a. M.–Leipzig 1998.
- Eva Weissweiler: Komponistinnen aus 500 Jahren. Eine Kultur- und Wirkungsgeschichte in Biographien und Werkbeispielen. Fischer 1981.
- Linda Maria Koldau: Frauen – Musik – Kultur. Ein Handbuch zum deutschen Sprachgebiet der Frühen Neuzeit. Böhlau 2005.
- Archiv Frau und Musik/Internationaler Arbeitskreis Frau und Musik e. V. (Hg.): Europäischer Dirigentinnen-Reader. Kassel 2003.
- Oliver Hilmes: Witwe im Wahn. Das Lebend der Alma Mahler-Werfel. Siedler 2004.
- Ingeborg Weber-Kellermann (Hg.): Wilhelmine von Bayreuth. Eine preußische Königstochter. Frankfurt a. M. 1990.
- Gesellschaft für Musikforschung (Hg.): Jahrbuch Musik und Gender (seit 2008).
- Schriftenreihe des Sophie Drinker Instituts.
- Antje Olivier: Europäisches Frauenmusikarchiv Komponistinnen. Eine Bestandsaufnahme. Düsseldorf 1990.
- Barbara Garvey Jackson: Say can you deny me. A guide to surviving music by women. University of Arkansas/USA 1994.
- Annette Kreutziger-Herr und Melanie Unseld (Hrsg.): Lexikon Musik und Gender. Kassel 2010.
- Karin Pendle: Women & Music. A History. Second edition, Indiana University Press, Bloomington & Indianapolis 2001.
- Anne-Marie Bernhard/Martina Bick/Susanne Wosnitzka: Und sie spielten, sangen, komponierten und dirigierten doch: Die lange verschwiegenen Frauen in der Musik!, in: Digitales Deutsches Frauenarchiv, 16. September 2019.
- Hildegard Bernasconi: It’s a man’s world: Rock-, Pop- und Jazzmusikerinnen schließen sich zusammen, in:Digitales Deutsches Frauenarchiv, 20. September 2019.
- Anne-Marie Bernhard/Martina Bick/Susanne Wosnitzka: „Shout, shout, up with your song!“ Formen der Vernetzung von Frauen in der Musikkultur, in: Digitales Deutsches Frauenarchiv, 23. Januar 2020.
- Anne-Marie Bernhard/Martina Bick/Susanne Wosnitzka: Frauen, die den Ton angeben – zwischen Spitzenleistungen und Gender(pay)gaps, in: Digitales Deutsches Frauenarchiv, 4. Mai 2020.
- Andrea Schwab: Außergewöhnliche Komponistinnen. Weibliches Komponieren im 18. und 19. Jahrhundert: Von Maria Theresia Paradis über Josepha Barbara Auenhammer bis Julie von Baroni-Cavalcabò. Hollitzer 2019, ISBN 978-3990125878
- Andrea Schwab: Jüdische Komponistinnen. Zwischen Erfolg und Verfolgung. Hollitzer 2022, ISBN 978-3990128107
- Eva Marx/Gerlinde Haas: 210 österreichische Komponistinnen vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Residenz-Verlag 2001, ISBN 9783701712151
- Nina Noeske/Vera Grund: Gender und Neue Musik. Von den 1950er Jahren bis zur Gegenwart. transcript-Verlag 2011, ISBN 978-3-8376-4739-6. Mit kritischem Blick auf sexistische Praktiken und Diskriminierungen
- Earl Ofari Hutchinson: It’s Our Music Too: The Black Experience in Classical Music. Los Angeles: Middle Passage Press, 2016 (hier finden Sie eine umfangreiche Sammlung zu Literatur zu BIPoC-Musikschaffenden)
- Mildred Denby Green: Black Women Composers: A Genesis. Boston: Twayne Publishers, 1983 – old but gold!
- Mari Yoshihara: Musicians From a Different Shore. Asians and Asian Americans in classical music. e-book 2007
- Anke Steinbeck: Jenseits vom Mythos Maestro: Dirigentinnen für das 21. Jahrhundert. Dohr, Köln 2010, ISBN 978-3-936655-74-2
- Katrin Hasselbeck: Jetzt kennen Sie 25 Dirigentinnen! Der langsame Wandel eines männlich dominierten Berufsbildes. Kursbuch-Verlag 2021, ASIN B08WLWG3X7 (nur als E-Book)
- Leah Broad: Quartet. How four women composers changed the musical world. London: faber publishing (hardback 2023/paperback 2024), ISBN 9780571366101
- Ruth Heckmann: Tonsetzerinnen. Zur Rezeption von Komponistinnen in Deutschland um 1800. Edition Centaurus – Beiträge zur Kultur- und Sozialgeschichte der Musik. Wiesbaden (Springer-Fachmedien) 2016, ISBN 978-3-658-13839-4.
- Veronika Beci: Musikalische Salons. Blütezeit einer Frauenkultur. Düsseldorf–Zürich (Artemis & Winkler) 2000, ISBN 3-538-07102-0.
- Verena von der Heyden-Rynsch: Europäische Salons. Höhepunkte einer versunkenen weiblichen Kultur. Düsseldorf-Zürich (Artemis & Winkler) 1997, ISBN 3-7608-1942-7.
- Für umfangreiche Einzeldarstellungen von Komponistinnen (Hildegard von Bingen, Wilhelmine von Bayreuth, Clara Schumann, Maria Theresia Paradis, Miriam Marbe, Fanny Hensel, Johanna Kinkel, Galina Ivanovna Ustvolskaja, Pauline Viardot-Garcia, Lou Koster, Helen Buchholtz) empfehlen wir die Reihe Europäische Komponistinnen, hrsgg. von Annette Kreutziger-Herr und Melanie Unseld.
- Heddi Feilhauer (Hg.): „Paukenschläge aus dem Paradies“. Ethel Smyth. Erinnerungen. Köln (ebersbach & simon) 2023, ISBN-13 9783869152868.
- Raphaela Gromes/Susanne Wosnitzka: Fortissima – Verdrängte Komponistinnen und wie sie meinen Blick auf die Welt verändern. München (Goldmann) 2025, 978-3-442-31797-4.
- Eva Rieger: Frau. Macht. Musik. 50 Jahre Frauen- und Genderforschung in der Musik. Hildesheim (Georg Olms) 2026, 978-3-487-17213-2.
- Sound and Music, Podcast zu/über Komponistinnen, UK
- Donne talks, Podcast von Donne – Women in Music (Link funktioniert)
- The Daffodil Perspective, Radioshow/Radiosender zu Komponistinnen, UK, von Elizabeth de Brito (Projekt musste leider eingestellt werden – wir belassen den Link zur Dokumentation trotzdem)
- 333for33, Podcast von Monika Żyła, Musikwissenschaftlerin und Pianistin
- Ein Like für Clara, von trio pontes zu Clara Schumann und Aspekten ihres Lebens
- Frauenzimmergesprechspiele, ein Podcast zu historischen Komponistinnen des gleichnamigen Ensembles
- Hémisphère son – u. a. Porträts moderner Komponistinnen
- Artist Lounge Podcast – zu u. a. Frauen im Musikmanagement/Programmgestaltung
- classicalqueer.com
- Listening To Ladies – Podcast/Interviewprojekt von Elisabeth Blair in den USA
- Compose Like A Girl
- Komponistinnen im Fokus – umfassende WDR-Reihe mit über 100 Beiträgen von 2022 bis heute
- Listen to the Archive – Podcast-Reihe des Digitalen Deutschen Frauenarchivs (DDF), darunter Folge 13 zu unserem Archiv: Klangräume der Emanzipation – Komponistinnen, Frauenorchester und feministische Archivarbeit (6. März 2026)
- Alt und unverzagt – eine Podcast-Reihe von Dr. Eva Schindele mit Pionierinnen der Frauenbewegung, auch mit Eva Rieger
- musica femina münchen e. V. (Hg.): 10 Jahre musica femina münchen 1988–1998 (Festschrift). München 1998, 117 S.
- Tonkünstlerverband Bayern e. V. im DTKV/Franzpeter Messmer (Hg.): Komponisten in Bayern. Bd. 54: Gloria Coates. Tutzing 2012, 198 S.
- Anne Holler-Kuthe, Renate Lettenbauer: Komponistinnen vor! 25 Jahre musica femina münchen e. V., in: Archiv Frau und Musik/Int. Arbeitskreis Frau und Musik e. V. (Hg.): VivaVoce Nr. 97, Frankfurt/Main 2013, S. 19f.
- Giselher Schubert: „Homage to…“ Gloria Coates, in: Archiv Frau und Musik/Int. Arbeitskreis Frau und Musik e. V. (Hg.): VivaVoce Nr. 97, Frankfurt/Main 2013, S. 16–18.
- Andrea Lässig: ‚Musik ist meine Heimat.‘ Ein Gesprächskonzert [in München] zum 90. Geburtstag der Komponistin Ursula Mamlok, in: Archiv Frau und Musik/Int. Arbeitskreis Frau und Musik e. V. (Hg.): VivaVoce Nr. 97, Frankfurt/Main 2013, S. 21.
- Susanne Wosnitzka: Vilma Weber von Webenau – verwehte Spuren?, in: Archiv Frau und Musik/Int. Arbeitskreis Frau und Musik e. V. (Hg.): VivaVoce Nr. 99, Frankfurt/Main 2014, S. 2–5.
- Susanne Wosnitzka: Musikalischer Rückblick „Ab nach München! Künstlerinnen um 1900“, in: Archiv Frau und Musik/Int. Arbeitskreis Frau und Musik e. V. (Hg.): VivaVoce Nr. 100, Frankfurt/Main 2015, S. 48–50, hier mit noch mehr Details zum Nachlesen.
- Susanne Wosnitzka/Anne-Marie Bernhard/Martina Bick: Packend wie ein Ringkanon: Das Netzwerk Frau, Musik und Gender, in: Digitales Deutsches Frauenarchiv, 14. Oktober 2020.
- Susanne Wosnitzka: „So entsteht eine Legende!“ – Digitalisierung der Programmbestände von musica femina münchen, eine Publikation des Digitalen Deutschen Frauenarchivs (DDF) durch das Archiv Frau und Musik, 18. Januar 2024.
- Jelena Rothermel: Vom Schweigen befreit? Feministische Konzertreihen nach 1945 bis heute, in: Digitales Deutsches Frauenarchiv, 19. Januar 2024.
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Statistische jährliche Erhebungen zeigen den Anteil von Frauen in der zeitgenössischen Musikszene auf. Im Jahr 2014 erstellte das Archiv Frau und Musik erstmals eine Statistik, indem es die Webseiten der großen Hochschulen und Kompositionsinstitute nach folgenden Zahlen, Daten und Fakten auswertete und veröffentlichte:1
Anteil von Werken von Komponistinnen in den Programmen deutscher Festivals für Neue Musik (ausgewertet wurden insgesamt 22 Festivals mit total 1.768 einzelnen Aufführungen):
2010 2011 2012 2013
10 % 12 % 13 % 12 %
Anteil von Werken von Komponistinnen in den Programmen der Initiative Neue Musik Berlin (ausgewertet wurden insgesamt 2.872 einzelne Aufführungen):
2011 2012
15 % 12 %
Anteil weiblicher Studierender im Fach Komposition an deutschen Musikhochschulen:
2010: 1.384 Studierende (29 %)2
Anteil Frauen unter den Mitgliedern der Sektion Musik der Akademie der Künste, Berlin:
2013: 9 Mitglieder (15 %)3
Anteil der weiblichen Mitglieder der GEMA 2013:
Gesamt: 8.881 (14 %)
Angeschlossene Mitglieder: 7.889 (15 %)
Außerordentliche Mitglieder: 790 (13 %)
Ordentliche Mitglieder: 202 (7 %)4
Anteil der Professorinnen im Hauptfach Komposition in Deutschland (auch Teildeputate) 2014: 8 % (4 Professorinnen)5
Jedes Jahr erstellt Bachtrack aufgrund ihres Daseins als einer der bedeutendsten Event-Finder weltweit Statistiken zu den bei sich eingetragenen Konzerten und Veranstaltungen im Klassikbereich. Marin Alsop war im Jahr 2013 die einzige Frau, die es in die Top 100 der bedeutendsten DirigentInnen geschafft hat – auf den 100. Platz. Aber: sie war auch die erste Dirigentin der Welt, die 2013 die Last Night of the Proms eröffnet und als Eröffnungswerk eine Komposition einer Frau gespielt hat. Unter den 100 meistaufgeführten Komponisten im Jahr 2013 war keine einzige Frau. Clara Schumann befand sich weit abgeschlagen auf Platz 182, Judith Bingham auf Platz 202, Männer wie Arvo Pärt oder John Williams befanden sich hingegen unter den besten 100. Unter den 100 meistaufgeführten Werken befand sich ebenfalls kein einziges Werk einer Frau.6 Die aktuellen Zahlen für das Jahr 2022 finden Sie direkt bei Bachtrack.
In Deutschland existierten im Jahr 2015 rund 170 professionelle große Orchester – nur ein einziges wurde in dieser Zeit von einer Frau geleitet: von Kristiina Poska, Komische Oper Berlin.7
Zum 8. März 2021 veröffentlichte musica femina münchen in Kooperation mit dem Archiv Frau und Musik eine weitere Studie (erarbeitet von Bundespräsident-Stipendiatin Melissa Panlasigui) zu den dann rund 130 professionellen deutschen Orchestern: Der Anteil von Komponistinnen am Programm der Saison 2019/2020 betrug weniger als 2 %. Eine Studie der Stiftung Donne – Women in Music untersuchte Orchester international auf Werke von Frauen und kam für die Saison 2020/2021 auf 7,7 %.
Interessiert man sich näher für den Komponistinnenanteil bei heimischen Konzertveranstaltern, so wird man – wenn man die Probe aufs Exempel macht und seine Tageszeitung auf Werke von Komponistinnen durchsucht – auch hier nur in Ausnahmefällen fündig. Und solange höchst renommierte Rundfunkanstalten Komponistinnen in Sendungen noch als „seltene Spezies“ bezeichnen, scheint der Weg hin zu Gleichberechtigung noch weit zu sein.
Wir beschreiten diesen Weg konsequent. Unterstützen Sie uns dabei.
Einzelnachweise
1 Archiv Frau und Musik/Internationaler Arbeitskreis Frau und Musik e.V. (Hg.): 50:50? Noch längst nicht überall!, in: VivaVoce 99 (Winter), Frankfurt a. M. 2014, S. 43.
2 Deutsches Bundesamt für Statistik.
3 Webseite der AdK.
4 GEMA.
5 Ausgewertet wurden die Webseiten der Musikhochschulen.
6 https://bachtrack.com/de_DE/2013-stats?destination=%252F (Stand: 08.12.2015).
7 3sat Kulturzeit, Sendung vom 19. Juni 2015.
- plurielles34 (französischsprachiger Blog)
- Musik und Geschichte entdecken – Blogbeiträge zu u. a. Frauenmusikgeschichte von Susanne Wosnitzka
- Blogbeiträge im Digitalen Deutschen Frauenarchiv (DDF)
- Contemporary Classical – Blog von Thea Derks
- Video-Porträts historischer Komponistinnen, Projekt von Donne – Women in Music
- Video-Porträts und Interviews mit zeitgenössischen Komponistinnen, Projekt von Donne – Women in Musi
- YouTube-Channel Archiv Frau und Musik
- Videoporträts von Wegbereiterinnen des Archiv Frau und Musik und der Frauenmusikbewegung (Gloria Coates, Barbara Heller, Annette Schlünz, Dr. Birgit Kiupel, Prof. h. c. Siegrid Ernst, Renate Matthei, Prof. Dr. Eva Rieger und Prof. Dr. Vivienne Olive)
- Mademoiselle (1977) über Nadia Boulanger
- Unterwegs in der Musik – die Komponistin Barbara Heller (2016)
- Komponistinnen (2018) über die Komponistinnen Emilie Mayer, Lili Boulanger, Fanny Hensel und Mél Bonis
- Marianna von Martines – Die vergessene Komponistin (2019)
- Dora – Flucht in die Musik (2023), Doku über die kroatische Komponistin Dora Pejačević (hier auf Englisch | hier auf Spanisch)
- Die geniale Schwester: Fanny Hensel, geb. Mendelssohn (NDR/arte 2022) auf Französisch hier auf YouTube
- The Girls in the Band (2011) – ergreifende Doku über die „vergessenen“ Frauen in historischen Big Bands und Jazzbands
- Rock Chicks (2023) – würdigt die Verdienste von Musikerinnen und Komponistinnen im Rock’n’Roll
- Die Dirigentin (2018) – über die Dirigentin Antonia Brico (1902–1989)
- Tár (2022) – über die fiktive Dirigentin Lydia Tár zum Thema Machtmissbrauch
- Chavela (2017) – Doku über die mexikanische Sängerin Chavela Vargas in Männerdomäne (hier nur 15 Minuten, Original-Doku 1,5 Stunden lang)
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- Unsung Heroines (2018) – Danielle de Niese on the Lost World of Female Composers (BBC)
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- Kein Zickenfox (2014) – Doku über das größte Frauenblasorchester der Welt
- Women Who Score (2017) – Nominated for a Hollywood Music in Media Award (HMMA) for Best Music Documentary, WOMEN WHO SCORE celebrates women composers changing the score in Hollywood.
- Mozart’s Sister (2024) – vorerst Trailer (Mai 2024)
- Gloria! (2024) – über ein Waisenmädchen um 1800 in Venedig, das das Komponieren für sich entdeckt
- Das kulturelle Europa der Pauline Viardot. Von Paris bis St. Petersburg (2024)
- Klänge sehen, Farben hören (2024) – ein Dokufilm von Anne Baisch und Monika B. Beyer über Siegrid Ernst (1929–2022)
- Bach – ein Weihnachtswunder (2024) – zur (fiktiven) Entstehung des Weihnachtsoratorium und besonders auch zu den Leistungen von Anna Magdalena Bach (Verena Altenberger). Musik von Martina Eisenreich. Beratung Verena Altenberger durch Susanne Wosnitzka
- Joana Mallwitz – Dirigentin: Der Weg nach Berlin (2025)
- Einfach machen! She-Punks von 1977 bis heute (2024)
- Komponistinnen in Venedig (Konzertmitschnitt 2025, arte)
- à Fanny H. – Doku zur Lenzburger Komponistin Fanny Hünerwadel (2025)
Das Archiv Frau und Musik Frankfurt/Main und musica femina münchen veröffentlichten im März 2021 einen Bericht über Frauen in exponierten Positionen in deutschen Berufsorchestern
Das Archiv Frau und Musik und musica femina münchen haben einen gemeinsamen Bericht veröffentlicht, der die Diskrepanz zwischen männlicher und weiblicher Repräsentation in deutschen Berufsorchestern weiter verdeutlicht, verfasst von Bundeskanzler-Stipendiatin Melissa Panlasigui.
Die Studie untersuchte den Gender Gap in Berufsorchestern sowohl in den Führungspositionen als auch im Konzertgeschehen, indem Personal- und Konzertdaten der Saison 2019/2020 gesammelt und ausgewertet wurden. In den Führungspositionen des/der Generalmusikdirektors/Generalmusikdirektorin und der Intendant*innen lag der Frauenanteil bei 8 % – eine Zahl, die weit unter dem deutschen Bundesniveau von 27 % Frauen in Führungspositionen laut Bundesagentur für Arbeit (2019) liegt.
Es wurden die Daten von 120 Orchestern mit über 2000 Konzerten und mehr als 6800 Aufführungen von einzelnen Werken analysiert, um Statistiken über die Repräsentanz von Frauen als Komponistinnen und Dirigentinnen zu gewinnen. Bei den Abonnementreihen wurden in weniger als 2 % der Programme Werke von Komponistinnen aufgeführt. Der Anteil von Komponistinnen bei der Programmgestaltung zeitgenössischer Musikserien betrug jedoch 13 %. Dieser Unterschied ist erklärbar u. a. durch die relativ höhere Repräsentanz von Frauen unter lebenden Komponist*innen sowie durch den hohen Anteil von Aufführungsminuten in Abonnement-Konzerten, die Werken aus Epochen gewidmet sind, in denen Frauen von der Kompositionspraxis systematisch ausgeschlossen waren.
Der Frauenanteil auf dem Dirigierpult in Abonnementreihen beträgt 7 %. Dieser Anteil ist zwar im Steigen begriffen, gibt aber dennoch Anlass zur Sorge. Der Anteil der Frauen, die als Dirigentinnen bei Berufsorchestern engagiert sind, ist im Vergleich zum Anteil der Frauen, die dieses Fach studieren gering, wie aus einer Statistik des Deutsches Musikinformationszentrums aus dem Jahr 2019 hervorgeht. Diese Diskrepanz ist ein Indiz für die nach wie vor bestehenden Barrieren bzgl. der Professionalisierung von Frauen im Bereich des Dirigierens, zumindest im Kontext des Berufsorchesters.
Der breite Überblick über Frauen in Positionen mit hoher Sichtbarkeit in deutschen Berufsorchestern, den der Bericht liefert, kann als Informationsgrundlage für die Umsetzung systemischer Bemühungen dienen, zum einen um die historischen Ungerechtigkeiten zu korrigieren, die sich immer noch in Berufsorchestern manifestieren, zum anderen um als Maßstab für die Messung ihrer Wirksamkeit zu dienen. Eine anschließende intersektionale Forschungsstudie (Projekt-Unterseite bei musica femina münchen) ist in Arbeit, um die Inklusion in Berufsorchestern im Hinblick auf die vielfältigen Aspekte der Identität neben dem Geschlecht zu untersuchen.
Sie können den vollständigen Bericht zu dieser Studie HIER lesen.
Die Journalistin und Historikerin Juliane Brumberg hat 2020 für den Blog bzw-weiterdenken.de unser Gründungsmitglied Renate Lettenbauer für ein Online-Projekt für politische und philosophische Diskussionen interviewt.
„In Düsseldorf wurde das Frauen-Musik-Archiv gegründet. Dort sind wir hingereist und uns gingen die Augen über: wir entdeckten eine Menge Lieder von Komponistinnen aus verschiedenen Epochen und sahen, wie viel reizvolle unentdeckte Musik von Frauen es gibt.“ […] Renate Lettenbauer erinnert sich daran, dass es großartige Unterstützung von der städtischen Gleichstellungsbeauftragten Friedel Schreyögg und vom Kulturreferat der Stadt München gab: „Als frauenmusikalisches Aushängeschild wurden wir sehr geschätzt.“
Die interessante Gründungsgeschichte von mfm und Lebensgeschichte von Renate Lettenbauer können Sie hier nachlesen.
Im Rahmen des des DDF-Projekts #MASCHA: MusikAkteurinnen schaffen Aufmerksamkeit führte das Archiv Frau und Musik auf Initiative von mfm-Mitglied Mary Ellen Kitchens (Vorstand Archiv Frau und Musik) mehrere Interviews mit Komponistinnen und Pionierinnen der Frauenmusikgeschichte durch. So auch ein ausführliches Interview unseres ehemaligen Mitglieds Gloria Coates (1933–2023), unseres Mitglieds Barbara Heller oder zu Prof. Dr. Eva Rieger.
Programmhefte als wertvolle Hilfe für Statistiken und Geschichtsschreibung: Ganz besondere Geschichte(n) weist musica femina münchen im Logbuch der ersten Vereinsjahre auf. Mit der Digitalisierung der weiteren Programmheftbestände durch das Archiv Frau und Musik als Projekt des Digitalen Deutschen Frauenarchivs (DDF) im Jahr 2022 – #WIMUGG Women in Music: gehört gesehen! – auf Initiative unseres Mitglieds Mary Ellen Kitchens (Vorstand Archiv Frau und Musik) ist nun eine bedeutende Quelle zur Frauenmusikgeschichte erschlossen.
In diesem Rahmen übergaben im Frühsommer 2022 Anne Holler-Kuthe und Susanne Wosnitzka (beide im mfm-Vorstand) persönlich sieben Leitz-Ordner voller Programmhefte dem Archiv Frau und Musik, damit diese digitalisiert werden konnten. Eine Besonderheit ist ein zauberhaftes Konzerttagebuch in DIN-A4-Größe aus der Anfangszeit von mfm, enthusiastisch mit Eindrücken und Devotionalien bestückt, die von einer unglaublichen Aufbruchstimmung zeugen. „So entsteht eine Legende“, ist einer der begeisterten und auf die in München herausragenden Leistungen bezogenen Aussprüche der mfm-Frauen im Konzerttagebuch. Hier im Blog des DDF können Sie en détail dazu nachlesen und im Katalog des DDF Digitalisate einsehen.
- Eva Rieger: Frau, Musik und Männerherrschaft. Zum Ausschluß der Frau aus der deutschen Musikpädagogik, Musikwissenschaft und Musikausübung. Berlin 1981, 2. Aufl. Kassel 1988. Dieses Buch behandelte erstmal den Gap in der Musikgeschichtsschreibung.
- Danielle Roster: Die großen Komponistinnen. Lebensberichte. Frankfurt a. M.–Leipzig 1998.
- Eva Weissweiler: Komponistinnen aus 500 Jahren. Eine Kultur- und Wirkungsgeschichte in Biographien und Werkbeispielen. Fischer 1981.
- Linda Maria Koldau: Frauen – Musik – Kultur. Ein Handbuch zum deutschen Sprachgebiet der Frühen Neuzeit. Böhlau 2005.
- Archiv Frau und Musik/Internationaler Arbeitskreis Frau und Musik e. V. (Hg.): Europäischer Dirigentinnen-Reader. Kassel 2003.
- Oliver Hilmes: Witwe im Wahn. Das Lebend der Alma Mahler-Werfel. Siedler 2004.
- Ingeborg Weber-Kellermann (Hg.): Wilhelmine von Bayreuth. Eine preußische Königstochter. Frankfurt a. M. 1990.
- Gesellschaft für Musikforschung (Hg.): Jahrbuch Musik und Gender (seit 2008).
- Schriftenreihe des Sophie Drinker Instituts.
- Antje Olivier: Europäisches Frauenmusikarchiv Komponistinnen. Eine Bestandsaufnahme. Düsseldorf 1990.
- Barbara Garvey Jackson: Say can you deny me. A guide to surviving music by women. University of Arkansas/USA 1994.
- Annette Kreutziger-Herr und Melanie Unseld (Hrsg.): Lexikon Musik und Gender. Kassel 2010.
- Karin Pendle: Women & Music. A History. Second edition, Indiana University Press, Bloomington & Indianapolis 2001.
- Anne-Marie Bernhard/Martina Bick/Susanne Wosnitzka: Und sie spielten, sangen, komponierten und dirigierten doch: Die lange verschwiegenen Frauen in der Musik!, in: Digitales Deutsches Frauenarchiv, 16. September 2019.
- Hildegard Bernasconi: It’s a man’s world: Rock-, Pop- und Jazzmusikerinnen schließen sich zusammen, in:Digitales Deutsches Frauenarchiv, 20. September 2019.
- Anne-Marie Bernhard/Martina Bick/Susanne Wosnitzka: „Shout, shout, up with your song!“ Formen der Vernetzung von Frauen in der Musikkultur, in: Digitales Deutsches Frauenarchiv, 23. Januar 2020.
- Anne-Marie Bernhard/Martina Bick/Susanne Wosnitzka: Frauen, die den Ton angeben – zwischen Spitzenleistungen und Gender(pay)gaps, in: Digitales Deutsches Frauenarchiv, 4. Mai 2020.
- Andrea Schwab: Außergewöhnliche Komponistinnen. Weibliches Komponieren im 18. und 19. Jahrhundert: Von Maria Theresia Paradis über Josepha Barbara Auenhammer bis Julie von Baroni-Cavalcabò. Hollitzer 2019, ISBN 978-3990125878
- Andrea Schwab: Jüdische Komponistinnen. Zwischen Erfolg und Verfolgung. Hollitzer 2022, ISBN 978-3990128107
- Eva Marx/Gerlinde Haas: 210 österreichische Komponistinnen vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Residenz-Verlag 2001, ISBN 9783701712151
- Nina Noeske/Vera Grund: Gender und Neue Musik. Von den 1950er Jahren bis zur Gegenwart. transcript-Verlag 2011, ISBN 978-3-8376-4739-6. Mit kritischem Blick auf sexistische Praktiken und Diskriminierungen
- Earl Ofari Hutchinson: It’s Our Music Too: The Black Experience in Classical Music. Los Angeles: Middle Passage Press, 2016 (hier finden Sie eine umfangreiche Sammlung zu Literatur zu BIPoC-Musikschaffenden)
- Mildred Denby Green: Black Women Composers: A Genesis. Boston: Twayne Publishers, 1983 – old but gold!
- Mari Yoshihara: Musicians From a Different Shore. Asians and Asian Americans in classical music. e-book 2007
- Anke Steinbeck: Jenseits vom Mythos Maestro: Dirigentinnen für das 21. Jahrhundert. Dohr, Köln 2010, ISBN 978-3-936655-74-2
- Katrin Hasselbeck: Jetzt kennen Sie 25 Dirigentinnen! Der langsame Wandel eines männlich dominierten Berufsbildes. Kursbuch-Verlag 2021, ASIN B08WLWG3X7 (nur als E-Book)
- Leah Broad: Quartet. How four women composers changed the musical world. London: faber publishing (hardback 2023/paperback 2024), ISBN 9780571366101
- Ruth Heckmann: Tonsetzerinnen. Zur Rezeption von Komponistinnen in Deutschland um 1800. Edition Centaurus – Beiträge zur Kultur- und Sozialgeschichte der Musik. Wiesbaden (Springer-Fachmedien) 2016, ISBN 978-3-658-13839-4.
- Veronika Beci: Musikalische Salons. Blütezeit einer Frauenkultur. Düsseldorf–Zürich (Artemis & Winkler) 2000, ISBN 3-538-07102-0.
- Verena von der Heyden-Rynsch: Europäische Salons. Höhepunkte einer versunkenen weiblichen Kultur. Düsseldorf-Zürich (Artemis & Winkler) 1997, ISBN 3-7608-1942-7.
- Für umfangreiche Einzeldarstellungen von Komponistinnen (Hildegard von Bingen, Wilhelmine von Bayreuth, Clara Schumann, Maria Theresia Paradis, Miriam Marbe, Fanny Hensel, Johanna Kinkel, Galina Ivanovna Ustvolskaja, Pauline Viardot-Garcia, Lou Koster, Helen Buchholtz) empfehlen wir die Reihe Europäische Komponistinnen, hrsgg. von Annette Kreutziger-Herr und Melanie Unseld.
- Heddi Feilhauer (Hg.): „Paukenschläge aus dem Paradies“. Ethel Smyth. Erinnerungen. Köln (ebersbach & simon) 2023, ISBN-13 9783869152868.
- Raphaela Gromes/Susanne Wosnitzka: Fortissima – Verdrängte Komponistinnen und wie sie meinen Blick auf die Welt verändern. München (Goldmann) 2025, 978-3-442-31797-4.
- Eva Rieger: Frau. Macht. Musik. 50 Jahre Frauen- und Genderforschung in der Musik. Hildesheim (Georg Olms) 2026, 978-3-487-17213-2.
Komponistinnen
Der Dokumentarfilm Komponistinnen (2028) beleuchtet die historischen und persönlichen Umstände, unter denen vier Frauen im 19. und frühen 20. Jahrhundert ihre Werke geschaffen haben. Der Berliner Filmemacher Tim van Beveren begleitet Kyra Steckeweh mit der Kamera auf ihrer Spurensuche nach Frankreich, Italien, Polen und Deutschland, zu den Lebens- und Wirkungsstätten von Fanny Hensel, Emilie Mayer, Lili Boulanger und Mel Bonis. Sie trifft dabei Expertinnen und Experten, die sich wissenschaftlich mit der Thematik beschäftigen und denen sie auch Fragen zur gegenwärtigen Situation stellt: Wie wird heute mit dem musikalischen Erbe der Komponistinnen umgegangen? Warum wird ihre Musik so selten aufgeführt?
Am Klavier lässt Kyra Steckeweh die Musik lebendig werden und am Ende der filmischen Reise hat man fast das Gefühl, die Komponistinnen persönlich zu kennen. Ein großer Teil des Film wurde mit Privatmitteln finanziert, aber auch durch eine massive Crowdfunding-Aktion, die durch mfm gestützt und dadurch so finanziert werden konnte, dass der Film fertiggestellt werden konnte.
Der Dokufilm feierte Ende Mai 2018 seine Premiere im legendären Uraufführungskino Babylon in Berlin. Unsere Vorstandsmitfrau Susanne Wosnitzka, die für den Dokufilm in Rom zu Fanny Hensel und Lili Boulanger interviewt wurde, sowie unsere Vorstandsfrau Anne Holler-Kuthe waren zur Premiere nach Berlin gereist. Auch unser mfm-Mitglied Mary Ellen Kitchens wurde im Archiv Frau und Musik zur Situation von Komponistinnen dafür interviewt. Am 17. Februar 2019 konnte mfm die bayerische Erstaufführung im Theatiner Filmtheater mit einem vorangehenden Konzert mit Kyra Steckeweh realisieren. Der Komponistinnen-Dokufilm gewann 2020 den Opus Klassik sowie weitere internationale Preise in Los Angeles und New York.
Dora – Flucht in die Musik
mfm war auch an einem weiteren mit dem Opus Klassik ausgezeichneten Dokumentarfilm beteiligt:
In einer „Welt von Gestern“ schuf die Komponistin Dora Pejačević (1885–1923) ihre Werke, die denen ihrer berühmten männlichen Kollegen in nichts nachstehen. Sie wurde als Gräfin geboren und konnte ihr Talent schon früh entfalten. Aber nach dem ersten Weltkrieg und dem Zusammenbruch der Monarchie musste sie ihr Leben der neuen Zeit anpassen, um weiter komponieren zu können. „Ein Mensch wie ich kann sich für keine Klasse entscheiden,“ schrieb sie einer Freundin. Nach ihrem tragischen Tod 1923 in München geriet Dora Pejačević in Deutschland in Vergessenheit. Die bedeutenden Pejačević-Forschungen der kroatischen Musikwissenschaftlerin Koraljka Kos ermöglichten die Entstehung dieses Films. Darin wird Dora Pejačevićs Musik wieder lebendig und es wird gemeinsam mit dem Gewandhausorchester Leipzig ein Plan umgesetzt, den sie vor 100 Jahren nicht mehr zu Ende bringen konnte.
mfm konnte diesen Film zu Dora Pejačevićs 100. Todestag (5. März) am Weltfrauentag 2023 als exklusiv vorgezogene Bundespremiere (Bundesfilmstart: 9. März 2023) im Theateriner Filmtheater erstmals dem Münchner Publikum vorstellen, worüber der Bayerische Rundfunk berichtete und wovon sich auch die Münchner Symphoniker inspirieren ließen: 2023 führte dieses Orchester unter Leitung von Joseph Bastian Dora Pejačevićs Symphonie op. 41 fis-Moll erstmals in München auf. Seitdem verbindet dieses Orchester und mfm eine Zusammenarbeit. Der Bayerische Rundfunk brachte am 7. Oktober 2024 auch dieses Interview dazu mit mfm-Beteiligung.
- Kyra Steckeweh © Susanne Wosnitzka
- Filmplakat „Komponistinnen“ © Susanne Wosnitzka
- Kyra Steckeweh und Tim van Beveren im Kino © Susanne Wosnitzka
- Spotify-Playlists des Archiv Frau und Musik – zusammengetragen von Heike Matthiesen
- Spotify-Playlist zu australischen Komponistinnen – zusammengetragen von Sal Whitwell
- Spotify-Playlists von Keychange international
- Spotify-Playlist 1200 Years of Women Composers
- Spotify-Playlist Works by Diverse Women Composers
- Spotify-Playlists von Daffodil Perspective – u. a. zu japanischen Komponistinnen, Schwarzen Komponistinnen oder Musik für Blasorchester
- Spotify-Playlist mit Werken von Komponistinnen für Klavier solo – erstellt von Fidan Aghayeva-Edler
- Spotify-Playlist mit Werken von Komponistinnen für Klavierkonzert – erstellt von Fidan Aghayeva-Edler
- YouTube-Playlist 100 classical pieces by 100 women composers
- Sound and Music, Podcast zu/über Komponistinnen, UK
- Donne talks, Podcast von Donne – Women in Music (Link funktioniert)
- The Daffodil Perspective, Radioshow/Radiosender zu Komponistinnen, UK, von Elizabeth de Brito (Projekt musste leider eingestellt werden – wir belassen den Link zur Dokumentation trotzdem)
- 333for33, Podcast von Monika Żyła, Musikwissenschaftlerin und Pianistin
- Ein Like für Clara, von trio pontes zu Clara Schumann und Aspekten ihres Lebens
- Frauenzimmergesprechspiele, ein Podcast zu historischen Komponistinnen des gleichnamigen Ensembles
- Hémisphère son – u. a. Porträts moderner Komponistinnen
- Artist Lounge Podcast – zu u. a. Frauen im Musikmanagement/Programmgestaltung
- classicalqueer.com
- Listening To Ladies – Podcast/Interviewprojekt von Elisabeth Blair in den USA
- Compose Like A Girl
- Komponistinnen im Fokus – umfassende WDR-Reihe mit über 100 Beiträgen von 2022 bis heute
- Listen to the Archive – Podcast-Reihe des Digitalen Deutschen Frauenarchivs (DDF), darunter Folge 13 zu unserem Archiv: Klangräume der Emanzipation – Komponistinnen, Frauenorchester und feministische Archivarbeit (6. März 2026)
- Alt und unverzagt – eine Podcast-Reihe von Dr. Eva Schindele mit Pionierinnen der Frauenbewegung, auch mit Eva Rieger
Damit auch unsere musikalische Geschichte – und besonders auch unser Uraufführungsgeschichte – recherchierbar bleibt, haben wir Ihnen hier alle Konzerte und Projekte bis 2024 in PDF-Dokumenten zusammengestellt. Unsere Konzerte und Aktionen der neueren Zeit finden Sie chronologisch zurückgehend in unserem Journal.
Programmrückschau 2021–2024 | Programmrückschau 2019 | Programmrückschau 2018 | Programmrückschau 2016 | Programmrückschau 2015 | Programmrückschau 2014 | Programmrückschau 2013 | Programmrückschau 2012–2008 | Programmrückschau 2007–2000 | Programmrückschau 1999–1990 | Programmrückschau 1989–1988
Darunter als mfm-Auftakt 1989 die Uraufführung von Fanny Hensels Klavierquartett (1822) oder als weiteres Highlight 2018 die Ausstellung von Dr. Diemut Boehm zum 100. Todesjahr der Münchner Komponistin Sophie Menter (1846–1918) mit Konzert des Menter-Liszt-Urururenkels Michael Andreas Häringer. Dazu hat Michaila Kühnemann untenstehenden Doku-Film erstellt. Wir konnten damals bewirken, dass Sofie Menters Grabstele im Alten Südfriedhof restauriert wurde: Dr. Diemut Boehm konnte mit ihrer Forschung erstmals belegen, dass Franz Liszt eine gemeinsame Tochter mit Sofie Menter hatte, was der Grund ihrer Scheidung von David Popper war:
Immer wieder erhalten wir Anfragen zu Statistiken bzw. zur Gschlechterverteilung im Musikbetrieb generell. Daher finden Sie hier einen Überblick über einige gesammelte Statistiken der letzten Jahre für Vergleiche (kein Anspruch auf Vollständigkeit!), die wir immer wieder ergänzen:
- Frauen in Kultur und Medien. Ein Überblick über aktuelle Tendenzen, Entwicklungen und Lösungsvorschläge (Deutscher Kulturrat 2016)
- Analyses of Orchestra Seasons – List & Discussion (Zeitraum 2016–2024, von Tall Coleman)
- Frauenanteil Berufsorchester | Studie zur Saison 2019/2020 in Deutschland (musica femina münchen/Archiv Frau und Musik)
- Genderverteilung der Lehrenden in den Fächern Komposition, Elektroakustische Komposition und Musiktheorie an deutschen Hochschulen (GRID 2020)
- Equality & Diversity in Concert Halls | 100 Orchestras worldwide | Composers included in the 2020-2021 season (Donne – Women in Music 2021)
- Equality & Diversity in Global Repertoire (Donne – Women in Music 2022)
- musicwomen*germany facts & figures 2022
- Bachtrack-Statistiken 2022
- Bachtrack-Statistiken 2023 (erscheinen jedes Jahr! Bitte schauen Sie für Vergleiche auch die noch älteren Statistiken an)
- Statistiken des Musikinformationszentrums allgemein (miz)
- Statistiken des Deutschen Musikrats allgemein
- Recherchesammlung 2024 (Archiv Frau und Musik)
- HenselPushers (kostenlose Fanny-Hensel-Datenbank von Molly McCann)
Lesen Sie dazu bitte auch
- „Komponistinnen waren inakzeptabel“. Wie Frauen klassische Musik revolutionieren (Vice, 15. Dezember 2016)
- Spartenbericht Musik 2016 (Statistisches Bundesamt 2017)
- Die klassische Musik hat ein Sexismusproblem (Süddeutsche Zeitung, 11. Januar 2017)
- Das Klassik-Jahr 2019 in Zahlen (ORF, 21. Februar 2020)
- Die Klassik wird (ein bisschen) weiblicher und jünger (SRF, 11. Januar 2023)
- Frauen in der Klassik – es tut sich was (BR, 7. März 2024)
- Neue Statistiken zu Frauen in der klassischen Musik (Evangelische Zeitung, 9. Januar 2024)
- Nur 14 Frauen unter den 100 meistbeschäftigten Dirigenten (Kölner Stadt-Anzeiger, 9. Januar 2024)
- Klassische Musik bleibt Männerdomäne (WDR, 9. Januar 2024)
- „2,930 musical examples in the 7 most-used undergraduate music theory textbooks in the U.S.: 1.67 % are by BIPoC composers, 2.15 % are by women“ (Expanding the Music Theory Canon)
- Jahresstatisik von Female Classics zu 2025/2026 in Schweizer Orchestern (Stand: Februar 2026)
- Video-Porträts historischer Komponistinnen, Projekt von Donne – Women in Music (Link funktioniert)
- Video-Porträts und Interviews mit zeitgenössischen Komponistinnen, Projekt von Donne – Women in Music (Link funktioniert)
- YouTube-Channel Archiv Frau und Musik
- Videoporträts von Wegbereiterinnen des Archiv Frau und Musik und der Frauenmusikbewegung (Gloria Coates, Barbara Heller, Annette Schlünz, Dr. Birgit Kiupel, Prof. h. c. Siegrid Ernst, Renate Matthei, Prof. Dr. Eva Rieger und Prof. Dr. Vivienne Olive)
- Mademoiselle (1977) über Nadia Boulanger
- Unterwegs in der Musik – die Komponistin Barbara Heller (2016)
- Komponistinnen (2018) über die Komponistinnen Emilie Mayer, Lili Boulanger, Fanny Hensel und Mél Bonis
- Marianna von Martines – Die vergessene Komponistin (2019)
- Dora – Flucht in die Musik (2023), Doku über die kroatische Komponistin Dora Pejačević (hier auf Englisch | hier auf Spanisch)
- Die geniale Schwester: Fanny Hensel, geb. Mendelssohn (NDR/arte 2022) auf Französisch hier auf YouTube
- The Girls in the Band (2011) – ergreifende Doku über die „vergessenen“ Frauen in historischen Big Bands und Jazzbands
- Rock Chicks (2023) – würdigt die Verdienste von Musikerinnen und Komponistinnen im Rock’n’Roll
- Die Dirigentin (2018) – über die Dirigentin Antonia Brico (1902–1989)
- Tár (2022) – über die fiktive Dirigentin Lydia Tár zum Thema Machtmissbrauch
- Chavela (2017) – Doku über die mexikanische Sängerin Chavela Vargas in Männerdomäne (hier nur 15 Minuten, Original-Doku 1,5 Stunden lang)
- Komponistin und Dirigentin (2018) – ARD-Doku über Konstanzia Gourzi
- Wie wird man Dirigentin? (2024) – arte-Doku mit/über Alondra de la Parra, Marie Jacquot und Leslie Suganandarajah
- Hildegard von Bingen und die Macht der Frauen (2019) – ARD-Doku
- Vision – aus dem Leben der Hildegard von Bingen (2009) – Kinofilm mit Barbara Sukowa
- Unsung Heroines (2018) – Danielle de Niese on the Lost World of Female Composers (BBC)
- Women Composers for the Guitar (2021) – von und mit Annette Kruisbrink
- Sisters with Transistors (2020) – Doku über Elektronik-Komponistinnen
- Kein Zickenfox (2014) – Doku über das größte Frauenblasorchester der Welt
- Women Who Score (2017) – Nominated for a Hollywood Music in Media Award (HMMA) for Best Music Documentary, WOMEN WHO SCORE celebrates women composers changing the score in Hollywood.
- Mozart’s Sister (2024) – vorerst Trailer (Mai 2024)
- Gloria! (2024) – über ein Waisenmädchen um 1800 in Venedig, das das Komponieren für sich entdeckt
- Das kulturelle Europa der Pauline Viardot. Von Paris bis St. Petersburg (2024)
- Klänge sehen, Farben hören (2024) – ein Dokufilm von Anne Baisch und Monika B. Beyer über Siegrid Ernst (1929–2022)
- Bach – ein Weihnachtswunder (2024) – zur (fiktiven) Entstehung des Weihnachtsoratorium und besonders auch zu den Leistungen von Anna Magdalena Bach (Verena Altenberger). Musik von Martina Eisenreich. Beratung Verena Altenberger durch Susanne Wosnitzka
- Joana Mallwitz – Dirigentin: Der Weg nach Berlin (2025)
- Einfach machen! She-Punks von 1977 bis heute (2024)
- Komponistinnen in Venedig (Konzertmitschnitt 2025, arte)
- à Fanny H. – Doku zur Lenzburger Komponistin Fanny Hünerwadel (2025) – hier finden Sie einen Trailer:
- musica femina münchen e. V. (Hg.): 10 Jahre musica femina münchen 1988–1998 (Festschrift). München 1998, 117 S.
- Tonkünstlerverband Bayern e. V. im DTKV/Franzpeter Messmer (Hg.): Komponisten in Bayern. Bd. 54: Gloria Coates. Tutzing 2012, 198 S.
- Anne Holler-Kuthe, Renate Lettenbauer: Komponistinnen vor! 25 Jahre musica femina münchen e. V., in: Archiv Frau und Musik/Int. Arbeitskreis Frau und Musik e. V. (Hg.): VivaVoce Nr. 97, Frankfurt/Main 2013, S. 19f.
- Giselher Schubert: „Homage to…“ Gloria Coates, in: Archiv Frau und Musik/Int. Arbeitskreis Frau und Musik e. V. (Hg.): VivaVoce Nr. 97, Frankfurt/Main 2013, S. 16–18.
- Andrea Lässig: ‚Musik ist meine Heimat.‘ Ein Gesprächskonzert [in München] zum 90. Geburtstag der Komponistin Ursula Mamlok, in: Archiv Frau und Musik/Int. Arbeitskreis Frau und Musik e. V. (Hg.): VivaVoce Nr. 97, Frankfurt/Main 2013, S. 21.
- Susanne Wosnitzka: Vilma Weber von Webenau – verwehte Spuren?, in: Archiv Frau und Musik/Int. Arbeitskreis Frau und Musik e. V. (Hg.): VivaVoce Nr. 99, Frankfurt/Main 2014, S. 2–5.
- Susanne Wosnitzka: Musikalischer Rückblick „Ab nach München! Künstlerinnen um 1900“, in: Archiv Frau und Musik/Int. Arbeitskreis Frau und Musik e. V. (Hg.): VivaVoce Nr. 100, Frankfurt/Main 2015, S. 48–50, hier mit noch mehr Details zum Nachlesen.
- Susanne Wosnitzka/Anne-Marie Bernhard/Martina Bick: Packend wie ein Ringkanon: Das Netzwerk Frau, Musik und Gender, in: Digitales Deutsches Frauenarchiv, 14. Oktober 2020.
- Susanne Wosnitzka: „So entsteht eine Legende!“ – Digitalisierung der Programmbestände von musica femina münchen, eine Publikation des Digitalen Deutschen Frauenarchivs (DDF) durch das Archiv Frau und Musik, 18. Januar 2024.
- Jelena Rothermel: Vom Schweigen befreit? Feministische Konzertreihen nach 1945 bis heute, in: Digitales Deutsches Frauenarchiv, 19. Januar 2024.



















